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Seehofer will Unfallversicherung privatisieren
Tanneberger forderte bereits bei den Briefwahlen 2005 die Privatisierung der LBG´s
Pressemitteilung vom 29.6.2006


Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer hat sich der Forderung der ostdeutschen VDL-Verbände der privaten Landwirte, die Landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV) aufzulösen, angenähert. In einem Interview mit dem „Bayernkurier“ kündigte der Minister an, er wolle in Zukunft die Unfallversicherungspflicht in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft abschaffen. Er lasse derzeit die angestrebte Neuausrichtung der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) und „sämtliche Optionen“ prüfen.

Dieter Tanneberger, 1991 Gründungsvorsitzender der 2004 zwangsfusionierten früheren Sächsischen LBG begrüßte Seehofers Pläne zur Privatisierung der Unfallversicherung. Er habe in seinem 12-Jährigen Wirken bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Neukieritzsch mit dem Sächsischen Landesbauernverband (SLB) unter Wolfgang Vogel und Wolfram Rühle ein zwar schwieriges, aber am Ende immer konstruktives Verhältnis im gespaltenen Berufsstand herstellen können. Mit der quasi Zwangsfusion 2004 zur LBG MOD in Hönow sei dieses Verhältnis nicht wieder herstellbar gewesen. Dem Einfluß der nordostdeutschen LPG-Barone und der ideologischen Schwäche des Bauernbundes unter Klamroth und einiger hier wirtschaftenden Pächter aus dem Westen sei es geschuldet, daß die LPG-Verbände im Deutschen Bauernverband nach 15 Jahren die DDR-Agrarstruktur in der Berufsgenossenschaft von Rügen bis zum Fichtelberg wieder herstellen konnten.

Tanneberger, der unter größten Anfeindungen die geheimen Briefwahlen zur Vertreterversammlung 2005 zu einer echten Abstimmung durchgesetzt hatte und konsequent die Auflösung der ungerechten und zur Korruption neigenden Selbstverwaltung forderte, konnte am Ende in der Gruppe der privaten Bauern und Waldbesitzer den Ost-DBV-Kandidaten mit 7 : 5 Vertretern eine schmerzliche Niederlage bereiten.

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