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Eierkennzeichnung benachteiligt die Kleingruppenhaltung
VDL-Präsident Dieter Tanneberger bezeichnete die Gleichsetzung der individuellen Kleinerzeugung mit der Käfighaltung als klare Benachteiligung der Kleingruppenhaltung und als Verbrauchertäuschung, die so nicht hinnehmbar sei.
Pressemitteilung vom 28.06.2007


Hühnereier aus Kleingruppenhaltung müssen als "Eier aus Käfighaltung" gekennzeichnet werden. Das sehen die neuen EU-Vermarktungsnormen für Eier vor, die am 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten. Damit werden die Hennenhalter in Deutschland, wo ab 2009 grundsätzlich keine herkömmlichen Käfige mehr erlaubt sind, dem direkten Wettbewerb mit Landwirten aus anderen EU-Mitgliedstaaten ausgesetzt, in denen die Batteriehaltung noch bis 2012 möglich ist.

Ab diesem Zeitpunkt sind in der Gemeinschaft nur mehr ausgestaltete Käfige zugelassen; der Wettbewerbsnachteil der deutschen Eiererzeuger wird dadurch aber nicht wettgemacht, sondern lediglich abgeschwächt. Verglichen mit den ausgestalteten Käfigen bietet die Kleingruppenhaltung den Hennen mehr Fläche, eine größere Standhöhe und mehr Komfort. Abweichend von den bisherigen Bestimmungen regeln die neuen Vermarktungsnormen nur mehr die verpflichtende Kennzeichnung. Freiwillige Angaben sind möglich, sofern sie die Verbraucher nicht täuschen oder in die Irre führen.

Damit besteht für die deutschen Legehennenhalter die Möglichkeit, auf der Verpackung neben der gesetzlich vorgeschriebenen Angabe "Eier aus Käfighaltung" auch einen Hinweis auf die Kleingruppenhaltung anzubringen. Auf den Eiern kann neben der Ziffer 3 für Käfighaltung und dem Kürzel für das Herkunftsland, wie beispielsweise "DE" für Deutschland, ebenfalls auf die Kleingruppenhaltung hingewiesen werden.

VDL-Präsident Dieter Tanneberger bezeichnete die Gleichsetzung der individuellen Kleinerzeugung mit der Käfighaltung als klare Benachteiligung der Kleingruppenhaltung und als Verbrauchertäuschung, die so nicht hinnehmbar sei.

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