• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Undifferenzierte DBV-Kritik
Pressemitteilung vom 26.06.2003


Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die EU-Agrarreform unter dem Druck der ostdeutschen LPG-Lobby und der LPG-Bauernpräsidenten heftig kritisiert. Der jetzt verabschiedete Kompromiss werfe die gemeinsame Agrarpolitik zurück in die nationale Flickschusterei, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner im Deutschlandfunk.

Viel Zustimmung in Europa
Griechenlands Landwirtschaftsminister Giorgos Drys - dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat - sagte im griechischen Rundfunk: "Die Vereinbarung signalisiert das Ende einer Zeit und eines Systems der Subventionierungen, das zur Überproduktion und zum Vergraben von Produkten geführt hatte."

Der dänische Bauernverband kritisierte dagegen den Agrar-Kompromiss von Luxemburg. "Wir könnten mit dieser Reform leben, wenn es nicht all die Ausnahmeregelungen für einzelne Länder geben würde", sagte Verbandspräsident Peter Gæmelke, der auch Präsident des Europäischen Bauernverbandes ist, im Kopenhagener Rundfunk. Er sieht eine "dramatische Veränderung", weil es bisher für alle gemeinsame Subventionsregeln gegeben habe. Die Reform sieht unter anderem die Entkopplung der Beihilfen für die Bauern von der Produktionsmenge vor.

Als "ziemlich ausgewogen" bezeichnete die niederländische Landwirtschafts- und Gartenbauorganisation LTO die Reform. Die Neuregelung der Subventionen gebe Europa eine bessere Position bei den Welthandelsgesprächen im September in Mexiko. Die einzelnen EU-Staaten erhielten jetzt mehr Wahlfreiheit bei der Vergabe von Subventionen. Sprecher der Parteien im Parlament begrüßten, dass durch die Einigung die Kernstücke des Reformprogramms erhalten blieben. Die regierenden Christdemokraten (CDA) zeigten sich vor allem froh über die für die Niederlande wichtige Anpassung der Preise für Milchprodukte.

zurück