• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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VDL-Präsident Tanneberger begrüßt Agrarreform
Pressemitteilung vom 26.06.2003


Dieter Tanneberger (61), Präsident des Verbandes der privaten Landwirte und Grundeigentümer und Chef des Bundesverbandes Deutscher Landwirte (VDL) begrüßte den Agrar-Kompromiss der Europäischen Kommission. Damit würde die industriemäßig betriebene Landwirtschaft im Osten zumindest eingeschränkt und die bisher prämierte Massentierhaltung sei in Zukunft nicht mehr so attraktiv. Die Pläne und Hoffnungen der ostdeutschen Großbetriebe, nach denen die Prämienjahre 2000 bis 2002 als Basisjahre für eine staatlich garantierte jährliche Betriebsprämie von bis zu über 1 Million EURO dienen sollten, seien vom Tisch. Die Prämienansprüche der Roten Barone und der europäischen Latifundien, mit ihren zig-tausend-Hektar an Agrarflächen und die damit verbundene Schenkung von Milliarden an Vermögenswerten festgezurrter Subventionen, seien abgewehrt. Es gebe nun doch kein ungerechtes System von Transfers von garantierten Prämienansprüchen an die Großpächter. Die Gefahr, dass es dann prämienlose Flächen für Grundeigentümer und Verpächter gegeben hätte, sei vorüber.

Auch das Grünland sei künftig prämienberechtigt und kein Stiefkind mehr. Die Entkoppelung biete die Chance, extensive und umweltfreundliche Produktionsweisen zu stärken. Eine einheitliche Betriebsprämie hätte diese Voraussetzungen nicht erfüllt.

Mit der Reform soll den Landwirten der Anreiz genommen werden, durch mehr Herstellung von Produkten automatisch auch mehr Beihilfen zu bekommen. In Zukunft sollen Landwirte eine Prämie erhalten, die ihre Existenz sichert. Darüber hinaus sollen sich die Bauern an der tatsächlichen Nachfrage nach Agrarprodukten am Markt orientieren. So sollen Überproduktion und damit Fleisch- und Getreideberge verhindert werden. Das begrüßt der VDL.

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