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Agrarzahlungen 2008 an Groß-Agrarier veröffentlicht
Tanneberger: Ab 1000 Hektar sind Ausgleichszahlungen „hinausgeschmissenes Geld“
Pressemitteilung vom 18.06.2009


Deutschland hat sich lange gegen die Veröffentlichung der größten Subventionsempfänger gesträubt und damit der Öffentlichkeit eine soziale Agrarpolitik vorgegaukelt. Dabei ist nicht nur den Insidern seit langem klar, dass die großen Agrarunternehmen weit stärker bevorzugt werden als mittlere und kleinere Landwirtschaftsbetriebe. Nach VDL-Ermittlungen kommen im Schnitt je Landwirtschaftsbetrieb nur 5.400 Euro pro Hof an. Ein Drittel der Agrarsubventionen fließen an die Roten und Schwarzen Barone in Deutschland. 5.700 Großbetriebe bekommen mehr als 100.000 € pro Jahr aus Brüssel. 680 dieser Multis sacken jährlich über eine halbe Million Euro ab; die meisten hiervon sind LPG-Nachfolger in den neuen Bundesländern. 170 „Rote Barone“ sitzen in Thüringen, etwa 200 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, über 300 LPG-Nachfolger werden in dieser Zahlungsgröße Sachsen zugerechnet. Jeder dieser „Wendegewinnler“ schöpft mehr als 500.000 Euro jährlich ab. Rechnet man das Dieselsteuergeschenk aus vorigem Monat an die Großbetriebe noch hinzu, so können sich diese das ganze Jahrzehnt als eine Zeit der „fetten Jahre“ anrechnen. Die flächenarmen Landwirte und kleinen Milchbauern können sich nur noch grämen…

VDL-Präsident Dieter Tanneberger sieht in der Veröffentlichung vor allem einen Erfolg der Verbandspolitik des VDL. Die Agrarpolitiker der 90er Jahre unter Jähnichen, Sklenar & Co. sowie die DBV-Politik der Heeremans und Sonnleitners haben eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Nun sei es an der Zeit, nach der Offenlegung schnellstens zur Kappung und Einziehung von Obergrenzen überzugehen, „denn jede Förderung über 1000 Hektar LN ist hinausgeschmissenes Geld“, so Tanneberger



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