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Kabinettsumbildung?
Wird Verteidigungsminister Jung Nachfolger von Horst Seehofer ?

Pressemitteilung vom 14.06.2007


Der amtierende Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ist als eventueller Nachfolger von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) im Gespräch. Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung sowie des Spiegels könnte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) als neuer Bundeswirtschaftsminister nach Berlin wechseln, sofern ihn die CSU im September zu ihrem Parteivorsitzenden wählt. Der amtierende Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) würde dann das Verteidigungsressort übernehmen und Jung, der von einem hessischen Weinbaubetrieb stammt, das Agrarressort.

Die bayerische Schlammschlacht
Nach Darstellung des „Sterns“ scheint das Zutrauen Seehofers in die Phantasie von Journalisten, wie widerlich alles Mögliche sein kann, nicht allzu groß zu sein; Seehofer habe zur Bekräftigung seiner Worte aus seinem Schreibtisch in seinem Berliner Ministerbüro den Brief einer jungen, enttäuschten Frau hervorgeholt, einer ehemaligen Geliebten eines CSU-Mitstreiters. Nach der Darstellung Seehofers in der „Süddeutschen Zeitung“ ein Fundstück: „Aber ich habe nie gesammelt, was mir zugespielt wurde.“
Das erinnert an die Klagen von Münchner CSU-Größen, im Jahr 2004 habe ihnen die Bezirksvorsitzende und Strauß-Tochter Hohlmeier mit privaten Indiskretionen gedroht, begleitet von dem Satz: „Gegen jeden von euch gibt es was.“
Jedenfalls war in der Zeitschrift „Bunte“ auf vier Seiten nachzulesen, dass CSU-Generalsekretär Söder nicht nur mit seiner Ehefrau zwei Kinder, sondern auch aus einer früheren nichtehelichen Verbindung eine Tochter habe. Söder hatte zwar nie ein Geheimnis daraus gemacht und im Landtagshandbuch drei Kinder angegeben; doch das hinderte nicht eine große Aufmachung der Geschichte samt der Überschrift auf der Titelseite: „Der CSU-Politiker und seine zwei Familien...“
Ängstliche Naturen in der CSU, wie den Europaabgeordneten Posselt beschleichen Ängste, dass die Partei sich selbst zerstören könnte. Posselt plagen sogar Erinnerungen an den Untergang der Democrazia Christiana in Italien; es sei schließlich nicht gesagt, dass „dieses Spiel“ aufhöre, wenn der CSU-Parteitag eine Entscheidung zwischen Seehofer und dem bayerischen Wirtschaftsminister Huber getroffen habe.
Huber fährt inzwischen emsig kreuz und quer durch Bayern, nimmt in Unterpleichfeld eine Biogasanlage in Betrieb, besichtigt in Rottendorf ein Modeunternehmen, fährt zu einem Ziegelwerk nach Dachau – und lächelt immer freundlich. Recht viel mehr dürfte Huber bis zum Parteitag auch nicht unternehmen müssen, um mit einer bequemen Mehrheit zum CSU-Vorsitzenden gewählt zu werden.

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