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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Kaufanträge für enteignetes Land bis Ende August möglich
Nachzahlungen für bereits erfolgte Käufe fällig
Pressemitteilung vom 31.05.2001


Dresden. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat darauf hingewiesen, dass Kaufanträge für sog. BVVG-Flächen (ehemals volkseigene landwirtschaftliche Flä-chen aus der Bodenreform-Enteignung) bis spätestens 31. August dieses Jahres gestellt werden müssen. Adressat ist die jeweils zuständige Geschäftsstelle der BVVG. Berechtigt zum Kauf dieser Flächen zu einem verbilligten Preis (35 Prozent unter dem Verkehrswert) sind Pächter mit langfristigen, mindestens sechsjährigen, Verträ-gen. Nach BVVG-Angaben sollen in diesem Jahr in Sachsen noch 8.200 Hektar Acker- und Grünland sowie 11.000 Hektar Wald privatisiert werden. Derzeit liegen erst von zwei Dritteln der Pächter Kaufanträge vor. Des weiteren macht das Ministerium darauf aufmerksam, dass Landwirte, die zwischen 1996 und 1998 Flächen von der BVVG erworben haben und die den Kaufpreisnachforderungen der BVVG nicht nachkommen, mit Zwangsmaßnahmen zu rechnen haben. Grund für die Nachforderungen waren Auflagen der EU, die den Verkauf der ehemals volkseigenen Flächen zu einem 50prozentigen Preisnachlass teilweise für wettbewerbswidrig erklärt hatten, Sachsen hatte im Bundesrat vergeblich gegen die gesetzliche Verankerung dieser Nachzahlungen gestimmt.

Die rechtliche Grundlage für den Verkauf der BVVG-Flächen ist das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EAlG) und die dazu erlassene Flächenerwerbsordnung.

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