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VDL: Unternehmensteuerreform begünstigt ostdeutsche landwirtschaftliche Kapitalgesellschaften
Pressemitteilung vom 31.05.2007


Der Verband Deutscher Landwirte (VDL) erkennt wie der Deutsche Bauernverband (DBV) die Nachbesserungen bei der Unternehmensteuerreform an, die dafür sorgen, dass die Land- und Forstwirtschaft nicht zum großen Verlierer der Reform wurde. Insbesondere die gefundenen Detailregelungen zum Investitionsabzugsbetrag helfen vielen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, notwendige Investitionen aus eigener Kraft zu tätigen. Auch trägt die Herausnahme des Wohnungswertes aus der Berechnung der Betriebsgröße dazu bei, dass die vom Berufsstand kritisierte Mittelstandslücke im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zwar nicht beseitigt, aber zumindest verkleinert wurde. Dadurch können die mit der Reform verfolgten Ziele der Eigenkapitalstärkung und der Investitionserleichterung auch im Bereich der Land- und Forstwirtschaft eher erreicht werden

Positiv bewertet der DBV die für landwirtschaftliche Kapitalgesellschaften vorgesehenen Erleichterungen beim Körperschaftsteuersatz. Damit aber werden wiederum die ostdeutschen LPG-Nachfolger in dieser Rechtsform einseitig begünstigt, merkte VDL-Präsident Dieter Tanneberger hierzu an. Der VDL kritisierte, dass die in der Land- und Forstwirtschaft überwiegenden Einzel- und Personenunternehmen im Unterschied zu den Kapitalgesellschaften nicht entsprechend entlastet werden. In der Summe werde die Land- und Forstwirtschaft durch die Unternehmensteuerreform deshalb eher belastet als entlastet.

Einigen Verbesserungen beim Investitionsabzugsbetrag stünden deutliche Verschlechterungen wie beispielsweise verschlechterte Abschreibebedingungen und Einschränkungen bei der Sofortabschreibbarkeit geringwertiger Wirtschaftsgüter gegenüber. Immerhin habe aber die Bundesregierung zugesichert, dafür zu sorgen, dass die bewährte Viehbewertung, die durch die neuen Abschreiberegelungen gefährdet ist, beibehalten werden kann.

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