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Erfolg der Molkereien in den Preisverhandlungen mit dem Handel
Preiserhöhungen bei Konsummilch von mehr als 15 % erwartet
Pressemitteilung vom 24.05.2007


AgE. BERLIN. Zufrieden über den Ausgang der Preisverhandlungen zwischen der Milchindustrie und dem Handel hat sich der Deutsche Bauernverband (DBV) geäußert. Die Molkereien hätten bei den Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel über die neuen Preise für Konsummilch ihre Vorstellungen durchsetzen können, teilte der DBV mit. In den Gesprächen seien Preiserhöhungen von mehr als 15 % erzielt worden. Die abgeschlossenen Jahreskontrakte liefen im Regelfall ab 1. Juni 2007.

Das Ergebnis sei nicht zuletzt ein Erfolg des monatelangen Einsatzes für höhere Milchpreise, betonte der DBV. Für die deutschen Milchbauern führten die erzielten Abschlüsse zu deutlich steigenden Milchauszahlungspreisen. Dies werde sich bereits in der Milchgeldabrechnung im Juli 2007 auswirken.

Der DBV forderte erneut von den Molkereien, die erzielten Preisverbesserungen weitgehend an die Milchbauern weiterzugeben. Sie hätten in den letzten fünf Jahren stetig sinkende Milchpreise und steigende Produktionskosten verkraften müssen. Dadurch sei die Milcherzeugung derzeit auf den Höfen nicht mehr kostendeckend, erklärte der DBV.

Der Hessische Bauernverband (HBV) sowie der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) mahnten, dass die Preiserhöhungen bei Milchprodukten bei den Bauern in Form von höheren Milcherzeugerpreisen ankommen müssten. Ziel müsse es sein, eine "Spirale nach oben" in Gang zu setzen, damit die Einkommen der Milcherzeuger dauerhaft ein befriedigendes Niveau erreichen, erklärte der BWV.

Bayerns Landwirtschaftsminister Josef M i l l e r sprach von einem positiven Abschluss der Preisverhandlungen der Molkereiwirtschaft mit den Discountern. Sie schafften die Voraussetzungen für eine Anhebung der Erzeugerpreise. Die derzeit insgesamt steigende Nachfrage auf den Märkten muss nach Ansicht Millers genutzt werden, den Wert heimischer Nahrungsmittel zu verdeutlichen und den Milchbauern Mut zu machen. Die bayerische Staatsregierung unterstütze die Anstrengungen der Milcherzeuger und Molkereien, sich auf dem Markt zu behaupten, mit einer spürbaren Stärkung der Investitionsförderung, einer Intensivierung der Beratung, der Absatzförderung und der Forschung.

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