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Länder geben Brachflächen zur Futternutzung frei
Pressemitteilung vom 24.05.2007


AgE. BONN. Mit Ausnahme der Bundesländer Saarland und Schleswig-Holstein, die momentan keine Veranlassung hierzu sehen, haben alle Flächenländer Deutschlands die Nutzung der Stilllegungsflächen zur Futtergewinnung freigegeben.

In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen trat die Ausnahmeregelung am 16. Mai als dem frühmöglichsten Termin in Kraft. In Nordrhein-Westfalen erfolgte die Freigabe am vergangenen Freitag.

Landwirte, die Futter von ihren Brachflächen einholen wollen, müssen drei Tage zuvor die zuständige Behörde schriftlich darüber informieren. Das von diesen Feldern eingebrachte Futter darf nur im eigenen Betrieb verwendet oder kostenlos im Rahmen der Nachbarschaftshilfe abgegeben werden. Ein Verkauf ist nicht zulässig. Ebenfalls untersagt ist der Umbruch oder die gezielte Einsaat von Stilllegungsflächen mit Futterpflanzen beziehungsweise deren Düngung.

Bund und Länder hatten sich Anfang Mai auf einheitliche Verfahrensregelungen geeinigt. Der ungewöhnliche heiße und trockene April führte beim Grünland in nahezu allen Teilen des Bundesgebietes zu einem extremen Rückstand der Vegetation; dadurch ist die Futtergrundlage vieler Betriebe bereits jetzt knapp geworden. Selbst bei bestem Witterungsverlauf dürfte das entstandene Defizit beim Futteraufwuchs nach Einschätzung von Experten nur noch schwer auszugleichen sein. Laut Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der sich für eine Freigabe der Brachflächen zur Futternutzung eingesetzt hatte, umfasst die Stilllegungsfläche bundesweit rund 850 000 ha.(...)

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