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Seehofer stoppt vorerst Gentec-Mais
Neue Umweltrisiken von MON-810-Mais aufgedeckt
Pressemitteilung vom 24.05.2007


Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat mit Hinweis auf neue Erkenntnisse über Umweltgefährdungen durch die Gentec-Maissorte MON-810-Mais, auch bekannt als "Bt-Mais", deren Verkauf vorerst gestoppt.
Der Eigentümerkonzern Monsanto wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf neue wissenschaftliche Veröffentlichungen hingewiesen, die zu der Erkenntnis gekommen waren, dass sich der Wirkstoff "Bt" nicht so schnell abbaut wie erwartet. Vielmehr scheint sich der Wirkstoff im Boden und in nützlichen Bodenorganismen anzureichern und damit die Entwicklung zahlreicher Insektenarten zu gefährden.
Gleichzeitig stellte Greenpeace eine Studie vor, nach der die Konzentration des Bt-Wirkstoffes in verschiedenen Maispflanzen der Sorte MON-810-Mais erheblich schwankt. Umwelteffekte, so Greenpeace, könnten daher gar nicht genau eingeschätzt werden. Mehr Infos unter:

Imker klagen gegen Gen-Mais-Anbau
Da der Schutz des Honigs vor Verunreinigung durch Gentechnik nicht gewährleistet ist, haben Imker nun Rechtsmittel eingelegt. Damit soll erreicht werden, dass der Gen-Mais MON 810 im Umfeld der Bienenstöcke nicht mehr angebaut werden darf.
Imker Karl Heinz Bablok: "Honig mit Genpollen wird von meinen Kunden abgelehnt und das zu Recht!". Er und seine Berufskollegen sehen sich dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.
In diesem Jahr soll der Mais MON 810 auf etwa 3.700 Hektar angebaut werden. Blütenpollen dieser Maissorte können auch in den Honig gelangen. Für den Mais MON 810 ist keine Lebensmittel-Sicherheitsprüfung nach aktuellem EU-Zulassungsrecht erfolgt. Er hat damit keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln.
Imker weisen immer wieder darauf hin, dass der Flugradius der Honigbienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt. Politik und die Gentechnik-Unternehmen haben bisher kein Konzept vorgelegt, wie auch künftig Honig ohne Gentechnik erzeugt werden kann.
Unterstützt werden die Imker unter anderem von Mellifera e.V., Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und dem Demeter-Bund e.V. "Wir brauchen jedoch noch weitere Unterstützung, auch von Einzelpersonen" betont Imkermeister Thomas Radetzki von Mellifera e.V.
Die betroffenen Imker haben ein notariell geführtes Treuhandkonto eingerichtet und bitten um Unterstützung. Volksbank Schwarzwald-Neckar, BLZ 642 920 20, Konto Nr. 452 162 033, Kontoinhaber: Notar Maier, Oberndorf (Vermerk: "Mais Rechtshilfe").

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