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    Bundesverband
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Sozialwahl zur Vertreterversammlung LBGMOD
14.500 Wähler zum 10. Mai zeugen von hoher Beteiligung
Pressemitteilung vom 19.05.2005


Wie die vereinigte Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Mittel- und Ostdeutschland in Hönow mitteilt, konnte die Ermittlung der Wahlberechtigten in der Gruppe der Selbständigen ohne fremde Arbeitskräfte mit Hilfe der verschickten Fragebögen bis Mitte April 2005 weitgehend abgeschlossen werden. Von den Versicherten sind ca. 51.000 Fragebogen zurückgesandt worden. Die Zahl der telefonischen Anfragen zu den Fragebögen war bis weit in den April hinein unvermindert hoch. In vier Wochen sind ca. 2.500 Anfragen erledigt worden.
Seit 22. April 2005 erfolgte die Versendung der Wahlunterlagen. Wahlberechtigte, die bis 12. Mai 2005 noch keine Wahlunterlagen erhalten haben, können diese noch umgehend beantragen. Bis 10.05.2005 war bereits ein Rücklauf von ca. 14. 500 Wahlbriefen zu verzeichnen. Beobachter sprechen von einer überraschend hohen Wahlbeteiligung.


Berufsgenossenschaft meldet schwere Arbeitsunfälle
Bis 30.04.2005 haben sich folgende tödliche und bemerkenswert schwere Arbeitsunfälle ereignet:

Schwere Arbeitsunfälle
* Zum Reinigen eines Futterladewagens stieg ein Auszubildender bei laufenden Walzen auf die Ladefläche und wurde eingezogen. (Sachsen)
Ursache: Reinigungsarbeiten bei laufenden Walzen
Folgen: schwere Schnittverletzungen auf der gesamten linken Körperseite

* Ein Arbeiternehmer hatte die Aufgabe, im Bergeraum liegendes Stroh mit einem Hoftraktor ohne Schutz gegen herabfallende Gegenstände zu beräumen. Dabei wurde er von einem Großballen getroffen. (Sachsen)
Ursache: Hoftraktor ohne Schutzeinrichtung gegen herabfallende Ballen
Folgen: schwere Wirbelsäulenverletzungen, Kopfplatzwunde

* Ein Versicherter stand in einer Kopfweide und wollte mit der Motorsäge einen Ast abtrennen. Der Ast riss auf, schnellte nach oben und traf den Versicherten im Gesicht. (Thüringen)
Ursache: fehlende Beurteilung der Spannung im Ast, kein sicherer Standplatz für Arbeiten mit der Motorsäge
Folgen: Frakturen des Ober- und Unterkiefers, Gehirnerschütterung

* Zum Beseitigen eines Folienrestes stieg ein Versicherter in einen Futtermischwagen ohne den Antrieb abzuschalten. Er wurde zwischen Mischpaddel und Außenwand eingequetscht. (Sachsen)
Ursache: Störungsbeseitigung bei laufender Maschine
Folgen: Quetschungen und Prellungen an den Beinen

* Ein Forstwirt hatte den Auftrag, außerhalb des Gefahrbereiches gefällte Bäume zu entasten. Beim Fällen eines weiteren Baumes begab er sich unbemerkt vom Sägeführer in den Gefahrbereich und wurde von der Krone getroffen. (Thüringen)
Ursache: Betreten des Gefahrbereiches
Folgen: Querschnittslähmung

* Beim Ausbringen von Dung bemerkte ein Unternehmer eine Störung am Steuer. Ohne die Zapfwelle auszuschalten, begab er sich in den Bereich der Streuwalzen, wurde erfasst und zwischen unterer Streuwalze und Kratzerboden eingezogen. (Mecklenburg- Vorpommern)
Ursache: Störungssuche bei eingeschalteter Zapfwelle Folgen: schwere Verletzungen im Kopf-, Hals- und Schulterbereich

* Beim Aussieben von Steinen auf dem Feld bemerkte ein Arbeitnehmer eine Störung am Dammsiebgerät. Er stieg aus und kletterte bei eingeschaltetem Antrieb0 auf die Maschine. Dabei rutschte er ab und stürzte in den Bunker. (Sachsen)
Ursache: Störungssuche bei laufendem Antrieb
Folgen: schwere Verletzungen Unterschenkel, Kopf, Rücken

* Ein Melker betrat den Stall, um die Kühe zum Melken zu treiben. Dabei griff der mitlaufende Bulle sofort an und attackierte mehrmals. Der Melker konnte sich zum Futtertisch retten. (Mecklenburg-Vorpommern)
Ursache: Betreten des Stalles ohne Hilfsperson
Folgen: gebrochene Wirbel, innere Verletzungen, schwere Knieverletzungen

Tödliche Arbeitsunfälle
* Ein Jungjäger wollte seine Waffe reinigen. Dabei löste sich ein Schuss und traf ihn in der Halsschlagader. (Mecklenburg –Vorpommern)

* Beim Fällen einer Pappel begab sich der „Sicherungsposten“ in den Gefahrenbereich. Er wurde von den Ästen erfasst und niedergeworfen und verstarb später im Krankenhaus. (Mecklenburg-Vorpommern)

* Bei Wartungsarbeiten an einem Güllehochbehälter brach die Halterung der Arbeitsbühne und ein Versicherter stürzte auf eine Betonfläche. (Brandenburg)

* Ein Landwirt wurde tot auf dem Hof aufgefunden. Vermutlich ist er beim Füttern einer Kuh ausgerutscht und auf den Hinterkopf gefallen. (Sachsen)

Tödliche Verkehrsunfälle
* Auf dem Heimwege mit dem Fahrrad wurde ein Versicherter von einem PKW erfasst. (Mecklenburg-Vorpommern)

* Ein Landwirt transportierte mit einem Pferdegespann Mist. Dabei wurde er von hinten von einem PKW angefahren. (Brandenburg)

* Ein Unternehmer (Schafhaltung) verunglückte mit seinem Pkw auf dem Weg zur Schafweide. (Sachsen)

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