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Sachsen setzt auf erneuerbarer Energie
Flath für Gewinnbeteiligung der Bürger an Windenergieanlagen
Pressemitteilung vom 03.05.2001


SMUL. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise sei ein sparsamer Energieverbrauch und ein Umsteigen auf erneuerbare Energie dringender denn je. „Wer heute auf erneuerbare Energieträger setzt, ist morgen gegen explodierende Energiekosten gewappnet“, sagte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath im Vorfeld des Tages der erneuerbaren Energien, der am 28. April 2001 in Oederan stattfand. Sachsen beabsichtige, den Anteil regenerativer Energiequellen am Endenergieverbrauch in diesem Jahrzehnt von derzeit 1,2 auf 5 Prozent zu erhöhen. Dabei werde die Nutzung der Biomasse die Hauptrolle spielen. Flath sprach sich auch für einen geordneten Ausbau der Windkraft aus. Sachsen gehöre zu den windreichsten Binnenländern, die Nutzung der Windenergie sei noch steigerungsfähig. Jedoch forderte Flath mögliche Investoren auf, verstärkt die Kooperation mit den Bürgern zu suchen. „Gegen den Willen der Bürger hat diese moderne Form der Energiegewinnung keine Zukunft“, so Flath. Da Windräder immer wieder auf den Widerstand der örtlichen Bevölkerung stoßen, rät der Minister, das Zusammenspiel von Investoren, Bürgern, Grundstückseigentümern und Gemeinden zu verbessern. „Zum Beispiel können Investorenmodelle, die die örtlichen Gegebenheiten besser berücksichtigen und eine Gewinnbeteiligung der Bürger am Betrieb der Windräder ermöglichen, die Akzeptanz erhöhen“, sagte Flath.
Derzeit gibt es in Sachsen etwa 8.400 solarthermische Anlagen mit einer Kollektorfläche von rund 75.000 Quadratmetern sowie rund 3.600 Anlagen, die Energie aus Biogas erzeugen. Hinzu kommen 420 Windkraft-, 320 Fotovoltaik- und 260 Wasserkraftanlagen.

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