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Engländer mit MKS infiziert
Pressemitteilung vom 19.04.2001


Durch das Zerplatzen eines verwesenden Rinderkadavers ist ein britischer Schlachter an der Maul- und Klauenseuche erkrankt. Der Mann aus der nordenglichen Grafschaft Cumbria hatte den verfaulenden Kadaver bewegt, dabei ist dieser „explodiert, und die Flüssigkeit (von Innereien) gelangte in seinem Mund“, sagte ein Sprecher von Premierminister Tony Blair in London. Das entgültige Testergebnis lag bei Redaktionsschluss der LANDPOST noch nicht vor. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es das erste Mal seit den sechziger Jahren, dass ein Mensch in Großbritannien an der Tierseuche erkrankt wäre.
MKS gilt beim Menschen als äußert selten und ungefährlich. Doch bei massivem direkten Kontakt mit kranken Tieren können sich Tierärzte und Schlachter anstecken – etwa wenn infizierte Tiere ohne Handschuhe untersucht werden oder deren Milch getrunken wird, ohne sie zuvor abzukochen. Hautverletzungen scheinen die Infektion mit den Erregern, den so genannten Picornaviren, zu begünstigen.
Infiziert sich ein Mensch mit dem Virus, bilden sich innerhalb von zwei bis drei Tagen an Fingern, Zehen, Händen und oft in der Mundschleimhaut linsengroße und schmerzhafte Bläschen, die nach etwa 14 Tagen abheilen. Zu den Begleiterscheinungen gehören leichtes Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder Schleimhautentzündungen. Diese können mit schmerzlindernden Medikamenten behandelt werden. Für eine zweifelsfreie Diagnose müssen Blasenmaterial sowie zwei Blutserumproben im Abstand von drei Wochen untersucht werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

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