• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Maßnahmen-Katalog des VDL
Zu Tierseuchen-Prävention und Verbraucherschutz in Sachsen
Pressemitteilung vom 19.04.2001


Die Tierseuchen BSE und MKS haben in den zurückliegenden Monaten in weiten Teilen unseres Landes erhebliche Verunsicherung bei Erzeugern und Verbrauchern hervorgerufen, so dass in Größenordnungen Schaden in finanzieller, materieller und ideeller Beziehung zu verzeichnen ist. Das Gebot der Stunde lautet deshalb, dieser unheilvollen Entwicklung mit allen Mitteln gegenzusteuern, um wieder normale Verhältnisse herbeizuführen.

Der Bundesverband Deutscher Landwirte e.V. und der Verband der privaten Landwirte und Grundeigentümer Sachsen e.V. (VDL) stellen sich dieser außerordentlich komplexen und schwierigen Aufgabe mit einem Katalog präventiver Maßnahmen und Folgemaßnahmen, deren Inangriffnahme und konsequente Durchsetzung zu gewährleisten ist, um weitere Schäden zu vermeiden:

· Die industrielle Massentierhaltung, mit Tausenden Rindern in einer Anlage, mit Zehntausenden Schweinen in einer Anlage und mit Hunderttausenden Hennen und Mastgeflügel in Käfigbatterien hat sich als agrarpolitischer Irrweg herausgestellt.

· Als Alternative sieht der VDL die von der Bundesregierung in Angriff genommenen Maßnahmen hin zur naturnahen, tiergerechten und bäuerlichen Tierhaltung bei Rindern, Schafen, Schweinen und Geflügel mit Auslauf, Licht, Luft und Sonne.
Die Verarbeitung von tierischem Eiweiß, tierischen Abfällen und gar Exkrementen in industriell hergestellten Futtermittelmischungen für Wiederkäuer - für den Bauern in den Rezepturen nicht erkennbar - war abnorm, sittenwidrig und kriminell.

Der VDL fordert und wird selbst alles in seiner Kraft stehende dafür tun, für:

· die strenge politische Überwachung dieser Maßnahmen;
· den Impfschutz zur Eindämmung der MKS;
· den Ausbau der Exporte an Dritte-Welt-Länder, um Überbestände abzubauen;
· die Stärkung der Hof-Vermarktung, um das Vertrauen der Verbraucher wiederzugewinnen;
· die gläserne Produktion durch Komplettierung des Herkunftsnachweises bei Fleischwaren;
· die bessere Bezahlung der Öko-Produkte;
· den Anbau von Ackerbohnen und Futtererbsen, damit für die Tierproduktion der benötigte Eiweißbedarf ausgeglichen werden kann.

Der VDL tritt der Panikmache durch die Medien entgegen, da sie die Verbraucher verunsichern und den Fleischverzehr marktschädigend herabsetzen.

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