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Lehrer bezweifeln Darwins Evolutionslehre
Für die Skepsis sollen Einflüsse aus den USA, wo die Evolutionstheorie viel stärker bezweifelt wird, verantwortlich sein.
Pressemitteilung vom 26.04.2007


Dies ist das Ergebnis von zwei Umfragen unter 1228 Studienanfängern des vergangenen Jahres, wie die Universität München mitteilte. Demnach ist es für 12,5 Prozent der Befragten unklar, ob eine Evolution stattgefunden hat. Unter den Studenten waren auch 148 künftige Biologielehrer. Von ihnen äußerten sich 5,5 Prozent skeptisch - knapp 150 Jahre nach der Vorstellung der Evolutionstheorie durch den britischen Naturforscher Charles Darwin. Die Theorie beschreibt die Entstehung von Tier- und Pflanzenarten durch zufällige genetische Änderungen im Laufe von Jahrmillionen.

Dass Mensch und Schimpanse gemeinsame «äffische» Vorfahren besitzen, wird von fast 9 Prozent der Biologie-Lehramtsstudenten abgelehnt. Unter allen befragten Lehramtsstudenten waren es 13 Prozent. Der Aussage, «ein höheres Wesen hat den Menschen im Wesentlichen in seinem jetzigen Aussehen geschaffen» stimmten fast 10 Prozent der Biologen und 18 Prozent der Studienanfänger insgesamt zu.

Die Untersuchung wurde geleitet von Prof. Dittmar Graf, der das Fach Biologie für angehende Lehrer unterrichtet. «Wir waren ein wenig überrascht, dass solche Ansichten auch unter Biologiestudenten so verbreitet sind», sagte Graf. In den Lehrveranstaltungen würde man es so nicht bemerken. Als Gründe für die Skepsis sieht er Einflüsse aus den USA, wo die Evolutionstheorie viel stärker bezweifelt werde und die wortwörtliche Auslegung des biblischen Schöpfungsberichtes angesehener sei. Auch sei für manche Menschen die Tatsache kränkend, dass der Schimpanse im Erbgut näher mit dem Menschen verwandt sei als mit einem Gorilla. «Wir merken, dass die Skepsis gegenüber der Wissenschaft insgesamt wächst.»



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