• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Der beschleunigte Strukturwandel
Pressemitteilung vom 12.04.2001


Aus dem Agrarbericht 2001, den das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft kürzlich vorgelegt hat, geht hervor, dass die deutschen Landwirte im ver-gangenen Wirtschaftsjahr (Juli 1999 bis Juni 2000) besser verdient haben als erwartet. Die durchschnittlichen Gewinne der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe stiegen um mehr als 13 Prozent auf rund 60.700 Mark. Vor allem die Schweinepreise und die Erlöse aus dem Getreideanbau stiegen. Der größte Teil des Gewinns ist auf Subventionen zurückzuführen. Haupterwerbsbetriebe erhielten durchschnittlich knapp 33.300 Mark an Ausgleichzahlungen und Zuschüssen. Besonders gut hat sich die Gewinnsituation von Veredlungsbetrieben, die Schweine und Geflügel großziehen, und von Ackerbaubetrieben entwickelt. Der Überschuß von Bauern, die auf Milchwirtschaft und Rindfleisch gesetzt haben, dagegen sank – noch bevor der erste BSE-Fall in Deutschland bekannt wurde – um 4,5 Prozent auf 55.000 Mark. Eine verlässliche Vorausschätzung der Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2000/2001 ist wegen der BSE-Krise und der Furcht vor der Maul- und Klauenseuche derzeit nicht möglich. Fest steht jedoch jetzt schon, dass vor allem die rund 50.000 Rindermastbetriebe mit erheblichen Einbrüchen rechnen müssen. Fachleute gehen davon aus, dass sich der Strukturwandel der Landwirtschaft dadurch noch beschleunigen wird. Schon im vergangenen Jahr hatten 13.000 Bauern ihre Höfe aufgegeben. Derzeit gibt es noch etwas mehr als 421.000 Voll- und Ne-benerwerbsbetriebe in Deutschland.

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