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Akupunktur als Heilmethode zugelassen
Sächsische Landwirtschaftliche Krankenkasse nimmt an Modellvorhaben teil
Tanneberger: Auch „Chinesische Medizin“ sollte als Heilmethode zugelassen werden
Pressemitteilung vom 12.04.2001


Neukieritzsch. Die Sächsische Landwirtschaftliche Krankenkasse (SLKK) wird die Heilmethode „Akupunktur“ in die Liste der zugelassenen Versicherungsleistungen aufnehmen. Damit stimmte der Vorstand der SLBG in Neukieritzsch einer seit langem von den Versicherten geforderten Heilmethode zu, die in bestimmten Fällen der Schulmedizin überlegen sein kann. Hauptziel der Untersuchung im Rahmen eines Modellversuches ist die Beurteilung der Wirksamkeit der Körperakupunktur mit Nadeln ohne elektrische Simulation bei chronischen Kopfschmerzen (Migräne und Spannungsschmerzen), chronischen LWS-Schmerzen bei Arthrose (Coxarthrose und Gongarthrose), die länger als sechs Monate bestehen und seit mindestens sechs Monaten dokumentiert konventionell vorbehandelt sind, sowie die Quantifizierung von unerwünschten Wirkungen. Seitens der Verwaltung in Neukieritzsch wurde dem Vorstand vorgeschlagen, dass die SLKK sich an diesem Modellvorhaben beteiligt, da hier eine Therapie untersucht wird, die die meist teureren und risikoreicheren konventionellen Therapieverfahren zumindest sinnvoll ergänzen kann.

Dieter Tanneberger, Mitglied des Vorstandes der SLBG und alternierender Vorsitzender der SLKK, forderte auch die sogenannte „Chinesische Medizin“, wie sie in Kötzing in Bayern im Rahmen eines Modellversuches seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, in die sächsische Liste der zugelassenen Heilverfahren aufzunehmen. In jüngster Vergangenheit hatte es bei versicherten Landwirten Verärgerung gegeben, weil die Chinesische Medizin in Sachsen bisher nicht als anerkannte Heilmethode gilt.

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