• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Kurzmeldungen
Pressemitteilung vom 06.04.2006


Rüben auf Stilllegungsflächen möglich
In der EU soll es künftig möglich sein, Zuckerrüben als nachwachsende Rohstoffe auf Stilllegungsflächen anzubauen. Das hat der stellvertretende Generaldirektor der EU-Kommission Lars Hoelgaard anlässlich eines Gespräches mit Vertretern des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) Anfang April in Brüssel bestätigt. Darüber hinaus könne für Zuckerrüben, die zur energetischen Verwendung produziert werden, die Energiepflanzenprämie von 45 €/ha beantragt werden, teilt der BWV weiter mit. Dies sei im EU-Verwaltungsausschuss in der vergangenen Woche beschlossen worden, so Hoelgaard

Beratungshonorare für Anwälte frei aushandeln
Ab 1. Juli dieses Jahres werden die verbindlichen Honorare für Rechtsanwälte zugunsten eines liberalisierten Marktes abgeschafft und im ersten Kundengespräch zwischen Anwalt und Mandant augehandelt. Bisher rechnete die Kanzlei die "Beratungsgebühr" nach der Streitwerttabelle im RVG (früher BRAGO) ab. Je nach Aufwand wurde der "0,1- bis 1,0-facher Satz" berechnet. Preisvergleiche unter Anwälten werden zur Normalität werden.

Feilschen auch beim Steuerberater
Seit Jahresbeginn lassen sich die Kosten für den Steuerberater nicht mehr uneingeschränkt als Sonderausgaben abziehen. Der Fiskus will sich nur noch die Steuerberatungskosten gegenrechnen lassen, die unmittelbar der Ermittlung des Einkommens dienen. Für das Ausfüllen des Mantelteils soll der Steuerzahler selbst aufkommen. Wenn aber die ganze Rechnung des Steuerberaters nicht mehr als 520 Euro beträgt (Bagatellgrenze), kann diese als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgezogen werden. In der Praxis verlangen Steuerberater selten den Höchstbetrag. In der Regel gilt ein Mittelbetrag von 3,5 Zehnteln. Hat eine Familie beispielsweise Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit von 60 000 Euro, Kapitaleinkünfte von 5000 Euro und Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 15 000 Euro, liegt der Gegenstandswert bei 80 000 Euro. Die volle Gebühr für die Beraterleistung beträgt 1200 Euro. Der Honorarspielraum für den Steuerberater liegt in diesem Fall zwischen 120 (1/10) und 720 (6/10) Euro. Im Schnitt müßte die Familie 420 Euro an ihren Berater zahlen und würde damit noch unter die Bagatellgrenzen fallen. Die Kosten könnten damit weiterhin voll gegenüber dem Fiskus geltend gemacht werden.

Quelle: Rechtsanwaltskammer / Steuerberaterkammer

zurück