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Kurzmeldungen
Sachsen setzt auf Biomasse
Pressemitteilung vom 03.04.2003


In den kommenden Jahren soll in Sachsen deutlich mehr Strom und Wärme aus Biomasse gewonnen werden als es derzeit der Fall ist. „Die Zukunft der alternativen Energieerzeuger in Sachsen liegt vorwiegend in der Biomasse“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU) in Dresden auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung der Nutzung von erneuerbaren Energien. Nach einem Konzept zur Biomassenutzung in Sachsen, das Flath auf der Veranstaltung vorstellte, soll die Energiegewinnung aus Stroh, Holz oder Biogas bis zum Jahr 2010 versiebenfacht werden. „Wir werden aus Stroh kein Gold spinnen, aber Energie machen“, erklärte Flath. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, seien noch erhebliche Anstrengungen notwendig. Sachsen setze sich dafür ein, die Bedingungen für die Biomassenutzung im Erneuerbaren Energien-Gesetz zu verbessern. Darüber hinaus müssten Hemmnisse wie zum Beispiel in der Düngemittelverordnung oder die Bioabfallverordnung abgebaut werden. Zudem müssten die Pläne der Europäischen Union vom Tisch, wonach der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auf Stilllegeflächen untersagt werden soll.

Thomas Müntzer Rolle in neuem Licht
Das Bauernkriegsmuseum im thüringischen Mühlhausen hat nach kompletter Umgestaltung wieder geöffnet. Die neue Dauerausstellung in der Kornmarktkirche stellt den Bauernkrieg von 1525 und den Anteil Thomas Müntzers differenzierter dar, als die DDR-Oberen. Die „Gedenkstätte Deutscher Bauernkrieg“ war 1975 eröffnet worden und zählte über eine Million Besucher. Nach 1990 war die Schau lediglich mit neuen Kommentaren versehen worden. So überlebte die DDR-Version des Bauernkrieges bis in das vergangene Jahr. Eine größere Bauernkriegsausstellung gibt es noch im schwäbischen Böblingen. Korrigiert wird vor allem das Bild Thomas Müntzers (1490-1525). Die alte Ausstellung wurde seiner Tätigkeit als Seelsorger, Prediger und Komponist von Kirchenliedern nicht gerecht. Die DDR-Regierung hatte von den aufständischen Bauern 1525 und ihrem Führer Müntzer eine revolutionäre Traditionslinie bis zum Arbeiter- und Bauern-Staat gezogen. Müntzer wurde dabei ein Hauptpart zugesprochen; Mühlhausen galt als Zentrum des Bauernkrieges.

Anti-Stink-Bakterium gefunden
Landwirte könnten US-Forschern der Iowa State University zufolge den Gestank von Schweinegülle bekämpfen, indem die diese zukünftig mit einem neu entdeckten Bakterium impfen. Bis zu 93 Prozent stinkender Substanzen kann der Bakterienstamm „Rhodobacter PS9“ abbauen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Applied and Environmental Microbiology“. Ihnen war aufgefallen, dass manche Güllegruben im Sommer ihre Farbe von braun nach rot wechseln und der Gestank dabei nachlässt.

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