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    Bundesverband
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Ökologische Gentechnik
von Dirk Maxeiner und Michael Miersch – www.maxeiner-miersch.de
Pressemitteilung vom 03.04.2003


Um das Jahr 2050 - so die aktuellen UN-Prognosen - wird sich die Weltbevölkerung zwischen acht und elf Millionen einpendeln. Doch bis dahin wächst die Menschheit weiter. In den nächsten 20 Jahren muss daher die Nahrungsproduktion noch einmal um 40 Prozent gesteigert werden. Wenn dafür jedoch die Ackerflächen ausgedehnt werden, geht das nur auf Kosten von wildreichen Savannen und tropischen Wäldern. Deshalb sollte man alle Möglichkeiten nutzen - auch die gentechnischen - um mehr Nahrung auf gleicher Fläche zu ernten. Anstatt diese Technik pauschal zu bekämpfen, sollte man die Genpflanzenzüchter beim Wort nehmen: Lasst sie beweisen, welche ihrer Versprechungen realistisch sind. Führende Köpfe im internationalen Naturschutz plädieren inzwischen für die "Grüne Gentechnik". Manche Pläne der Genfoscher machen ihnen Hoffnung, zum Beispiel dürretolerantes und salztolerantes Getreide für Trockengebiete.

Deutschland braucht die "Grüne Gentechnik" im Augenblick noch nicht. Aber das könnte sich ändern. Es wird möglicherweise Getreidesorten geben , die sich selbst düngen und ohne chemische Gifte selbst gegen Schädlinge wehren. Was werden Ökobauern tun, wenn sich solche Pflanzen bewähren? Spätestens dann wird die Front der Gentechnik-Gegner wackeln. Ökolandbau und Gentechnik könnten eines Tages zusammenwachsen.

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