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Flath: Nachfrage nach Öko-Lebensmittel übersteigt das Angebot
Landwirtschaftsministerium verstärkt Förderung für Öko-Fleisch-Erzeugung – Verzehnfachung des Öko-Mastschweinbestandes möglich
Pressemitteilung vom 05.04.2001


Die Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln wächst schneller als das Angebot. Im letzten Jahr hat die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Sachsen um zwölf Prozent zugenommen. Um aber mit der Marktentwicklung Schritt halten zu können, müssten die Zuwachsraten doppelt so hoch sein, sagte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath in Dresden. Vor allem bei Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Eiern und Fleisch klafften große Angebotslücken. Die Produktion von Öko-Fleisch und Öko-Eiern soll jetzt in Sachsen mit einer neuen Förderrichtlinie deutlich ausgeweitet werden. Angesichts der Umsatzentwicklung mit Bio-Produkten ist laut Flath eine Ausdehnung der Öko-Fläche in den nächsten acht Jahren auf rund zehn Prozent der Landwirtschaftsfläche gerechtfertigt. Im vergangenen Jahr wirtschafteten etwa 2,6 Prozent der sächsischen Landwirte auf rund 1,6 Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus.

Die neue Förderrichtlinie unterstützt den Neu- und Umbau von Stallanlagen für die Öko-Haltung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel. Der Zuschuss kann bis zu 40 Prozent betragen. 75 Prozent der Fördermittel stammen von der Europäischen Union, ein Viertel der Gelder zahlt der Freistaat. Sachsen kann dadurch zum Beispiel die Produktionskapazitäten für Öko-Mastschweine verzehnfachen. Derzeit werden lediglich rund 700 Schweine nach Kriterien des Öko-Landbaus gehalten. Nähere Informationen zur Förderrichtlinie „Nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft“ erteilen die Ämter für Landwirtschaft“ oder gibt es im Internet unter www.smul.sachsen.de.

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