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DIE WELT setzt Falsches in die Welt
Böswillige Verunglimpfung der Bauern
Pressemitteilung vom 29.03.2007


DIE WELT berichtete am 21.3.2007, der Europäische Rechnungshof habe festgestellt, „Bauern kassieren zu viel EU-Subventionen“, nach einem „neuen Bericht“ des Europäischen Rechnungshofes sind „40 Prozent der genehmigten und kontrollierten Anträge rechtswidrig“. Dort wird auf Seite 83 das Kontrollergebnis zusammenfassend mit folgender Aussage beschrieben: Bei den Kontrollen der EU-Mitgliedsstaaten wurde eine Fehlerquote von 2,1 Prozent der Flächen ermittelt. In Deutschland waren nur Anträge für 0,6 Prozent der beantragten Flächen fehlerhaft.

Der WELT-Bericht ist eine falsche Darstellung des Jahresberichtes zum Haushaltsjahr 2005 des Europäischen Rechnungshofes, der bereits im September vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Der Deutsche Bauernverband nannte den Bericht eine Böswilligkeit und Missinterpretation der geeignet sei, den gesamten Berufsstand zu verunglimpfen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte, dass die zuständigen Behörden in Deutschland die Beihilfeanträge sehr genau kontrollierten. Für Deutschland wurden über einen Zeitraum von sechs Jahren Rückforderungen in Höhe von weniger als 0,5 Prozent der Gesamtzahlungen verhängt. Dies sei im EU-Vergleich ein niedriger Betrag.

Auch Landwirtschaftsminister der Bundesländer kritisierten den Zeitungsbericht und korrigierten das durch den Medienbericht entstandene Bild. So erklärte der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller, dass die Bauern mit derartigen Falschmeldungen zu unrecht an den Pranger gestellt würden. Die Beanstandungsquote lag im genannten Prüfungszeitraum in Bayern ebenso wie im Bundesdurchschnitt nur bei 0,6 Prozent aller kontrollierten Flächen. Bei zwei Dritteln der beanstandeten Fälle handelt es sich um geringfügige Flächenabweichungen.

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