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Fluch der bösen Tat
Pressemitteilung vom 18.03.2010


VDL-Präsident Dieter Tanneberger nannte die Absicht der Oppositionsfraktionen im Brandenburger Landtag: CDU, FDP und Bündnis90/Grüne zur Einsetzung einer Enquetekommission zur „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ zwar begrüßenswert, aber längst überfällig und unabdingbar für die nachträgliche Bewertung der LPG-Vermögensauseinandersetzung in Ostdeutschland. An erster Stelle der Arbeit der Enquetekommission muss die skandalöse Bilanzfälschung und LPG-Vermögensverschiebung stehen. Vor diese Kommission, die als Untersuchungsausschuss eingesetzt werden sollte, sind die damals verantwortlichen Agrarminister der fünf ostdeutschen Bundesländer zu laden.

Besonders perfide ist die Einigung der jetzigen ostdeutschen Agrarminister mit der BVVG, die noch vorhandenen 400.000 Hektar konfisziertes Bodenreformland in Größenordnungen von 450 ha je LPG-Nachfolger unter Wert zu verkaufen bzw. nochmals in 9-jährige Pachtverträge umzuwandeln.

Es ist der Fluch der bösen Tat, der die Demokraten in allen Regierungs- und Oppositionsfraktionen 20 Jahre nach der Einheit einholt. „Jetzt noch denken die Roten Barone und die von ihnen geblasenen ostdeutschen Blockflöten, sie hätten die nun kapitalistische „rote Einheit“ in Ihrem Sinne gewonnen. Leider war und ist der Rechtsstaat missbrauchbar“.

Nun, so Tanneberger, nach dem Machtverlust in Brandenburg so zu tun, als ob die CDU und ihre Quasi-Freunde von FDP und Grüne mit einer Enquetekommission überhaupt noch etwas für die ausgebeuteten Landeigentümer und landlosen Siedler in der Vermögensauseinandersetzung erreichen können, ist heuchlerisch, unglaubwürdig und für die Agrarhistorie verlogen.

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