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Seehofer erlaubt Genpflanzen mit 150m Abstand
Pressemitteilung vom 08.03.2007


Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer hat die Abstände zwischen gentechnisch veränderten Feldern und konventionell oder ökologisch betriebenen auf mindestens 150 Meter in alle Himmelsrichtungen festgelegt.

Fast schon zynisch im Hinblick auf den großflächigen Osten sagte Seehofer wörtlich: "150 Meter heißen in Bayern, bei den relativ kleinen Feldern, die dort üblich sind, dass in weiten Bereichen Bayerns der gentechnische Anbau praktisch nicht möglich sein wird. Das halte ich auch für richtig. Wir wollen ja das Nebeneinander, ohne dass ein Nachbar im Regelfall davon ausgehen muss, dass er geschädigt wird. Deswegen wird es in weiten Bereichen der Republik - insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg - aufgrund dieser von mir vorgeschlagenen Abstandsflächen nicht möglich sein, zum Beispiel Gen-Mais anzubauen."

Der Bundeslandwirtschaftsminister zeigte sich überzeugt, dass der Durchbruch bei der "Grünen Gentechnik" nicht im Bereich der Lebensmittel erzielt werden könne. Dafür seien sowohl die Verbraucher als auch die Lebensmittelwirtschaft zu skeptisch. Dagegen sei es vorstellbar, dass man gentechnisch veränderte Pflanzen im Energiebereich nutzen könnte. Seehofer weiter: "Wir haben ja auch da die Verbindung zu dem aktuellen Problem Klimaschutz - und da wollen wir weiter forschen, um Erkenntnisse zu gewinnen, damit uns nicht eines Tages die Chinesen sagen, wie das geht. Aber auch die Forschung muss unter strikter Beachtung der Sicherheitsinteressen erfolgen."

Seehofer erklärte, die Nutzung dürfe trotz der wirtschaftlichen Bedeutung von Gentechnik niemals zum Schaden der Menschen und Umwelt sein. Deshalb müssten auch die Haftungsvorschriften weiterhin so streng bleiben wie im bislang gültigen Gentechnikgesetz von 2005. Danach hafte derjenige, der gentechnisch veränderte Organismen nutzt, für sein Tun, selbst dann, wenn ihn kein Verschulden treffe.

Quelle: Deutschlandfunk

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