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    Bundesverband
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Flächenreferenzsystem für Agrarförderung wird ab 2005 umgestellt
Von Jens-Uwe Schade
Pressemitteilung vom 27.02.2003


Potsdam – In Vorbereitung auf ein neues GIS-gestütztes Flächenidentifizierungssystem sind in diesem Jahr brandenburgweit die digitalisierten Feldblöcke auf ihre fachliche Richtigkeit zu prüfen.

Bis zum 1. Januar 2005 soll in allen Mitgliedstaaten ein verbessertes System zur Flächenprüfung verfügbar sein. Auf der Grundlage von digitalen Fotos soll ein geografisches Flächenidentifizierungssystem eingerichtet werden, das das Flurstück als Referenzparzelle ablöst. Brandenburg hat sich in diesem Zusammenhang für den Feldblock als Referenzfläche entschieden. Ein Feldblock wird EU-weit als zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Fläche mit definierten Außengrenzen bewertet. Innerhalb eines Feldblocks können sich ein oder mehrere Schläge befinden, die von einem oder mehreren Landwirten bewirtschaftet werden können.

Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche in Brandenburg von insgesamt 1.343.742 Hektar wird von zirka 135.000 Feldblöcken repräsentiert.

Für die Überprüfung der fachlichen Richtigkeit der Feldblöcke erhalten Brandenburgs Landwirte von ihrem Amt für Landwirtschaft die entsprechenden Daten mit der Bitte, die von ihnen bewirtschafteten Schläge dem jeweiligen Feldblock zuzuordnen. Die Gesamtsumme aller Schläge innerhalb eines Feldblocks darf dessen Fläche nicht überschreiten, um antragsfähig zu sein. Den Bauern werden die dafür notwendigen Geobasisdaten kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf dieser Grundlage können nach Rückgabe an die Ämter für Landwirtschaft Unstimmigkeiten geklärt werden.

Ziel ist es, für den flächendeckenden Test des Gesamtsystems im Jahr 2004 mit einem geprüften Datenbestand zu arbeiten, um die verbindliche Einführung möglichst nahtlos zu gewährleisten.

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