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Bauernproteste auf Kamtschatka
Ostdeutsche Milchquoten werden zukünftig in Brandenburg gehandelt
Pressemitteilung vom 09.02.2007


Mit der Situation der Landwirtschaft auf der nordöstlichen russischen Halbinsel Kamtschatka werde sich eine Kommission des russischen Agrarministeriums befassen. Das teilte am Mittwoch auf der Kundgebung der Landwirte der Leiter der Kamtschatka-Vertretung der Partei „Einheitliches Russland“ und Vorsitzender der Kommunenchefs im Gebiet, Boris Newsorow, mit. Ihm zufolge berieten schon der örtliche Abgeordnete der Staatsduma, Viktor Sawarsin, und der russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew über die Situation in der Landwirtschaft auf der Halbinsel. „Im Februar wird nach Kamtschatka eine Ministeriumskommission fliegen, um die Fragen der Landwirtschaft zu lösen“, sagte Newsorow. Er bemerkte, dass diese Frage auch auf der nächsten Sitzung der Kommunenchefs des Gebiets Kamtschatka erörtert werden solle. „Das Schreiben (zur Unterstützung der Landwirte von Kamtschatka) werden wir schnellstmöglich an den Kongress der russischen Kommunen schicken“, unterstrich Newsorow. Am Mittwoch fand in Petropawlowsk-Kamtschatski eine Massenkundgebung von Arbeitern aus der landwirtschaftlichen Branche statt. Nach Angaben der Polizei nahmen daran rund 1 000 Menschen teil. Die Hauptgrund für die Protestaktion waren der Anstieg der Stromtarife (in den landwirtschaftlichen Bezirken kam es zu einer Erhöhung von 7 bis 15 Rubel je Kilowattstunde). Als weiteren Kritikpunkt heben die Landwirte die gleichzeitige Abschaffung der früheren Ermäßigungen für die Landwirtschaftsbetriebe hervor. Die Landwirte von Kamtschatka glauben, dass der Preisanstieg sie zwingt, ihrerseits die Preise zu erhöhen und dadurch konkurrenzunfähig zu werden. Die Produkte aus anderen Regionen in Russland sollen weniger Geld kosten. „Als Folge werden die Kamtschatka-Produzenten kurz vor dem Bankrott stehen, es werden die Siedlungs-Betriebe schließen, einige tausend Angehörige der Branche werden ihre Arbeitsplätze verlieren“, bemerken die örtlichen Landwirte.

Quelle: RIA Novosti russland

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