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„Mehrfamilienbetriebe“ nur Augenwischerei
Pressemitteilung vom 15.02.2007


Der Vorsitzende des Verbandes der Nebenerwerbslandwirte in Sachsen, Matthias Schreier, stellte jüngst klar, dass die Argumentation des Bauernverbandes, es gehe um die Sicherung moderner „Mehrfamilienbetriebe“, Augenwischerei ist. Die Entwicklung geht doch tatsächlich dahin, dass sich immer mehr Eigentümer, auch, oder gerade die in LPG-Nachfolgeunternehmen Beschäftigten, ihre Flächen an den LPG-Nachfolger verkaufen. Hinzu kommt, dass die Zahl der Gesellschafter in den juristischen Personen seit Jahren rückläufig ist. Angesichts dieser Fakten noch von „Mehrfamilienbetrieben“ zu sprechen, ist Propaganda im Geiste der Kollektivierungstrupps der ehemaligen DDR, so Schreier weiter: In den juristischen Personen, den ehemaligen LPG-Betrieben, könne aber auch schon aus einem einfachen rechtlichen Grund nicht von Mehrfamilienbetrieben gesprochen werden. In der Regel arbeitet nicht die ganze Familie in einem LPG-Nachfolgebetrieb, sondern nur eine Person aus einer Familie. Diese wiederum hat im besten Falle (so noch Landeigentümer und Mitgesellschafter) drei Rechtsverhältnisse mit dem Betrieb, nämlich ein Arbeits-, ein Pacht- und ein Kapitalverhältnis. Darauf verweist auch Albrecht Löblein, Bundesvorsitzender des DBN. Kein Mitarbeiter in diesen Betriebsstrukturen hat auch nur annähernd eine Verantwortung, wie sie die familienbäuerlichen Einzelunternehmer im Haupt- und Nebenerwerb zu tragen haben. Jens Reichardt, Bundesgeschäftsführer des DBN verweist darauf, dass der Bauernverband schon lange nicht mehr für alle Landwirte spricht. „Der DBV scheitert an seinem eigenen Anspruch, alleiniger Vertreter der Landwirte zu sein!“, so Reichardt. Die Mehrheitsmeinungen im Bauernverband entstehen zudem auf Versammlungen, die Wochentags zur regulären Arbeitszeit stattfinden. Dies sichert dem Bauernverband die Mehrheit um weiterhin Politik für eine Minderheit zu machen, denn dienstags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr, kann z.B. kein nebenberuflicher Landwirt an einer Versammlung teilnehmen. Somit sei es nicht verwunderlich, dass sich mit der Politik des Bauernverbandes immer weniger Landwirte vertreten fühlen, so Reichardt weiter. Der DBN tritt für eine Kappung der EU-Beihilfen ein, betonten die Verbandsvertreter des DBN und des VLN Sachsen.

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