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Milchquote für sächsische Bauern – Fluch oder Segen?
Agrarminister Tillich für Abschaffung der Milchquoten vor 2014
Pressemitteilung vom 16.02.2006


Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich hat sich in Pillnitz bei der Tagung 'Milchquote – Fluch oder Segen' für eine baldige Abschaffung der Milchquoten ausgesprochen. 'Die gegenwärtige Reglementierung behindert wachstumswillige und wachstumsfähige Betriebe bei der Expansion', so der Minister. Kapital würde, statt es zu investieren, für den Zukauf von Quoten benötigt. Mit diesem System sei man weit von marktwirtschaftlichen Strukturen entfernt. Der Minister plädierte für den Wegfall der staatlichen Quoten noch vor dem von der EU angestrebten Jahr 2014. Mit den ständigen Änderungen, die doch nur 'Verschlimmbesserungen' seien, würde man den leistungsfähigen Betrieben Fesseln anlegen. Einzig der Markt sollte Angebot und Nachfrage regeln. Derzeit müssen sich die Milchviehbetriebe mit ihrer Produktion an zugeteilte Quoten halten.

Nicht zuletzt durch das Engagement von Minister Tillich konnte ein Kompromiß zwischen den Bundesländern – gültig bis 2010 - erzielt werden. Den Milchbauern wird zugestanden, zehn Prozent überliefern zu dürfen. Diese Mehrproduktion muss allerdings zwischen den Zulieferern einer Molkerei ausgeglichen werden. Echte Wachstumschancen bestehen daher nicht. Wie Tillich betonte, ist in Sachsen die Milcherzeugung eine tragende Säule der Landwirtschaft. Seit Beginn der neunziger Jahre hat sich die Milchleistung der Kühe mehr als verdoppelt. Im Freistaat gibt es 1.342 milcherzeugende Betriebe mit insgesamt 197.147 Milchkühen. Die durchschnittliche Leistung pro Kuh lag im Jahr 2004 bei 8.375 Kilogramm Milch im Jahr.

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