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Abschaffung des Milchquotensystems erst 2015
Ostdeutsche Milchquoten werden zukünftig in Brandenburg gehandelt
Pressemitteilung vom 09.02.2007


Potsdam - Die fünf neuen Bundesländer wollen freiwerdende Milchquoten über eine gemeinsame Übertragungsstelle handeln, die ihren Sitz im Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Frankfurt (Oder) hat. Einen entsprechenden Staatsvertrag hat die Landesregierung Anfang Februar Sitzung auf den Weg gebracht.

Milchquoten sind Lieferrechte einzelner Agrarbetriebe, mit denen die Europäische Union die Überproduktion und damit einerseits den Preisverfall und andererseits Butter- und Milchpulverberge vermeiden will. Die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat sich inzwischen für mehr Wettbewerb und für die Abschaffung des Quotensystems ausgesprochen.

Da die EU-Milchquotenregelung noch mindestens bis 31. März 2015 existiert, soll die Verfügbarkeit von Milchquoten in Deutschland verbessert werden. Dazu hat der Bundesrat am 10. Februar 2006 den Beschluss gefasst, die bisherigen 16 Übertragungsbereiche der alten Länder und die bisherigen fünf Übertragungsbereiche der neuen Länder inklusive Berlin zu jeweils einem Übertragungsbereich West beziehungsweise Ost zusammenzulegen.

Die neuen Länder sind übereingekommen, dass die zu errichtende Übertragungsstelle Ost ab 1. Juli in Frankfurt (Oder) arbeitet, wo seit sechs Jahren Quoten für Berlin und Brandenburg gehandelt werden. Mit der Zusammenlegung kann der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert werden.

Da die Übertragungsstelle Ost weit effektiver als die fünf separaten Verkaufsstellen arbeitet, können auch die Milcherzeuger mit sinkenden Gebühren entlastet werden (bisher 1,53 Euro je 1.000 Kilogramm; ab Juli zirka 90 Cent).

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