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"Härtefall-Lösung" für Erntehelfer
Pressemitteilung vom 09.02.2006


In deutschen Obst- und Spargelanbaubetrieben kann aufgeatmet werden. Das Bundeskabinett hat eine "Härtefall-Lösung" beschlossen, durch die die so genannte Beschränkungsregelung beim Einsatz ausländischer Erntehelfer gelockert wird. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, wird damit insbesondere den Sorgen der Landwirte Rechnung getragen, nicht genügend Saisonarbeitskräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu finden.

Demnach sollen die "Härtefall-Lösungen" angewendet werden, wenn trotz nachdrücklicher, seriöser Anstrengungen aller Seiten nicht genügend deutsche Erntehelfer zur Verfügung stehen.

Berlin: Gesteuerter Helfereinsatz unverzichtbar
Das Bundesarbeitsministerium sprach von einer Klarstellung, die aufgrund einer Empfehlung der EU- Kommission notwendig geworden sei. Brüssel hatte den Mitgliedstaaten nahegelegt, von Mai an gänzlich auf Beschränkungen beim Einsatz ausländischer Arbeitskräfte zu verzichten. Aus Berlin hieß es aber, dass es wegen der "schwierigen arbeitsmarktpolitischen Situation in Deutschland" vorteilhafter wäre, den Einsatz ausländischer Beschäftigter zu steuern.

Deutsche Erwerbslose sollen in die Ernte
Die Bundesregierung hatte kurz vor Weihnachten in Absprache mit dem Deutschen Bauernverband beschlossen, deutsche Arbeitslose auch als Saisonarbeitskräfte einzusetzen. Im vergangenen Jahr waren 325.000 Helfer aus Mittel- und Osteuropa in Deutschland bei der Ernte im Einsatz. Künftig sollen 20 Prozent davon - also 65.000 - durch deutsche Arbeitslose ersetzt werden. Sollten sich dafür nicht genügend Erwerbslose finden, können weitere zehn Prozent - also 32.500 - der Helfer aus dem Ausland kommen.

Quelle: tagesschau.de/aktuell/meldungen

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