• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Tillich: Steuervorteil für reine Biokraftstoffe muss bleiben
Pressemitteilung vom 09.02.2006


Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich hat sich in Dresden vehement gegen die geplante Besteuerung von reinen Biokraftstoffen zum 1. August 2006 ausgesprochen. „Es ist zum Einen der Umweltschutz der mir am Herzen liegt, zum Anderen ist der Anbau von Raps zur Biodiesel und Pflanzenölherstellung eine wichtige Einkommensquelle für unsere Landwirte“, so der Minister. Die positive Entwicklung der letzten Jahre dürfe nicht durch neue Steuern kaputtgemacht werden. Der Minister bezeichnete die Biodieselnutzung „als ein zartes Pflänzchen, das weiter wachsen soll“. Wie Tillich betonte, gehe es dabei auch um regionale Wertschöpfung. Zugleich sei es ein kleiner Schritt, um unabhängiger von fossilen Rohstoffen wie Erdöl zu werden.

„Wenn auf eine Besteuerung aufgrund von EU-Vorgaben tatsächlich nicht verzichtet werden kann, muss diese so ausgerichtet sein, dass Verbraucher, Handel und Hersteller weiterhin einen Anreiz haben, in Biokraftstoffe zu investieren und diese zu nutzen“, forderte Tillich.

Biodiesel wird aus Rapsöl gewonnen. In Sachsen wird auf rund 120 000 Hektar Raps angebaut. 38.200 Hektar davon sind Stillegungsflächen für nachwachsende Rohstoffe. Insgesamt wurden in Sachsen im vergangenen Jahr rund 22.000 Tonnen Biodiesel in drei dezentralen Anlagen hergestellt. Dieser kann mittlerweile an 99 sächsischen Tankstellen gekauft werden, bzw. wird fossilem Diesel beigemischt. Von einem Hektar Raps können etwa 1 500 Liter Biodiesel gewonnen werden.

Bislang sind in Deutschland Biokraftstoffe von der Mineralölsteuer befreit.

zurück