• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Umnutzung alter Gebäude
Pressemitteilung vom 30.01.2003


„Jedes leerstehende Gebäude auf dem Lande, das nicht abgerissen, sondern saniert und neu genutzt wird, verhindert weiteren Flächenverbrauch“, so Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath. Der Minister forderte die ländlichen Gemeinden und ihre Bürgermeister auf, der Sanierung ungenutzter Gebäude ganz klar den Vorzug gegenüber Neubauten auf der grünen Wiese zu geben. Leerstehende Bausubstanz, die mit neuem Leben erfüllt werden könne, gäbe es genug. Flath verwies darauf, dass dies nicht nur das Dorfbild verschönere, sondern auch ein Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz sei.
Seit 1992 sind in Sachsen über 3.500 Umnutzungen ländlicher Gebäude gefördert worden. Etwa 2.500 Umnutzungen davon erfolgten zu Wohnzwecken, über 600 zu gewerblichen und ca. 450 zu gemeinschaftlichen Zwecken. Geht man von einem Flächenverbrauch von 600 Quadratmetern für einen vergleichbaren Neubau aus, ergibt sich dadurch eine Einsparung von rund 2 Millionen Quadratmetern Bauland. Jede gewerbliche Umnutzung dient auch der Erhaltung oder Schaffung von Arbeitsplätzen.
Im Rahmen des Sächsischen Dorfentwicklungsprogramms stellten EU, Bund und Land seit 1992 über 70 Mio Euro für die Förderung der Umnutzung bereit. Bis 2006 wird – neben der kommunalen Infrastruktur – die Umnutzung vor allem zu gewerblichen Zwecken Schwerpunkt der staatlichen Förderung sein.

Bei der Umnutzung zu Wohnzwecken für den Eigenbedarf können die baulichen Investitionskosten mit bis zu 40 Prozent bezuschusst werden. Die maximale Fördersumme beträgt 200.000 Euro. Damit besteht gegenüber Neubauten ein deutlicher Finanzierungsvorteil. Wer ein Gebäude im ländlichen Raum umnutzen und Fördergeld beanspruchen möchte, kann beim Dorfplaner oder dem Amt für Ländliche Neuordnung Informationen zur Antragstellung sowie eine kostenfreie Beratung zur dorfgerechten Gestaltung erhalten.

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