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Grüne: Regierung schadet Ökoboom in der Landwirtschaft
Pressemitteilung vom 25.01.2007


Die agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Ulrike Höfken, wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, zugelassen zu haben, dass Deutschland ab 2007 „sehr viel weniger Fördermittel aus dem EU-Haushalt erhält“. Höfken, die auch Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist, nannte als Beispiele Kürzungen bei Maßnahmen zur Bioerzeugung, Qualität, Verbraucherorientierung, Landschaftspflege und Tierschutz.

Wenn man sich nur anschaue, wie die Kürzungen umgesetzt würden, bekomme man "einen gehörigen Schreck". So erhielten Landwirte in Schleswig-Holstein 52 Prozent weniger Fördermittel, wenn sie ihren Betrieb auf Öko-Landwirtschaft umstellen wollten.

Von der Vorlage des überarbeiteten Gentechnik-Gesetzes durch die Bundesregierung erwartet Höfken, dass zu geringe Abstandregelungen für gentechnisch angebaute Pflanzen festgelegt werden. 150 Meter seien zu wenig, wenn man wisse, dass Bienen drei Kilometer weit fliegen würden. Ein warnendes Beispiel sei der in den USA zu Forschungszwecken angebaute Genreis, der sich in der ganzen Welt verbreitet habe. "Die Industrie hat doch diese Technik überhaupt nicht im Griff und sie hat keine Vorteile für die Verbraucher."

Zudem habe die Bundesregierung beschlossen, das einzige Ökoforschungsinstitut zu schließen. Dabei fragten die Verbraucher in zunehmendem Maße Öko-Lebensmittel nach, was auch zu verstehen sei, da in Bio-Milch bis zu 80 Prozent weniger Rückstände und Pestizide enthalten seien.

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