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Flath mit Bildungspolitischem Kahlschlag
Pressemitteilung vom 20.01.2005


Mit „Halbe Lehrer“ kommentiert Grit Striezel in der Freien Presse Chemnitz den bildungspolitischen Kahlschlag des früheren Umwelt- und Landwirtschaftministers und jetzigen Sächsischen Kultusministers Steffen Flath:

In knapp drei Wochen gibt es Halbjahreszeugnisse. Nach den Winterferien müssen die Eltern von Viertklässlern entscheiden, wohin ihr Kind ab Sommer gehen soll. Genau in dieser Zeit verkündet der neue Kultusminister Steffen Flath, daß Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien, wie ihre Kollegen an den Grundschulen, künftig als schlechter bezahlte Teilzeitfachkräfte ihren Dienst tun. Tolles Timing! Da wissen Eltern doch gleich, welchen Stellenwert Bildung im Freistaat hat. Der halbe Lehrer als Zukunftsmodell! Dabei hat das Ministerium den Pädagogen doch eine Schlüsselrolle im sächsischen Bildungssystem zugedacht. Sie sollen Schulanfänger mehr fördern, Begabungen erkennen, neue Wege gehen, beispielsweise mit der Gemeinschaftsschule, die entrümpelten Lehrpläne niveauvoll umsetzen. ... Doppeltes Pensum, aber halbe Arbeitszeit. Das sollte der Minister mal vormachen.
Vielleicht hätte Steffen Flath (CDU) lieber bei seinem alten Arbeitsgebiet, dem Wald, bleiben sollen. Wenn dort zu viele Bäume wachsen, ist ein flächendeckender Kahlschlag sicher eine Lösung. Im Schulwesen ist seine angekündigte Personalpolitik eine Katastrophe. Bleibt zu hoffen, daß die Lehrer endlich Rückrat beweisen und sich und ihren Schülern zeigen, daß man nicht alles tatenlos hinnehmen muß.


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