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Preise für Raps gaben weiter nach
Weitere Andienungen von Gerste und Weizen absehbar

Pressemitteilung vom 14.01.2005


Der Getreidemärkte starte erwartungsgemäß sehr ruhig in das neue Jahr. Für di nächsten Wochen wurden weitere Andienungen von Gerste, aber auch umfangreicher Mengen Weizen zur Intervention angekündigt. Denn Chancen auf nachhaltige Preiserhöhungen werden kaum gesehen, zumal auch der Außenhandel nicht genügend Entlastung bringen dürfte. Selbst in verbrauchsnahen Regionen unterschreiten die Marktpreise, nun zzgl.Maut, immer häufiger das Interventionsniveau.

Rapspreise weiter runter
Die Rapspreise alter sowie neuer ernte setzten ihre Rückwärtsbewegung auch Anfang Januar fort. Die Kurse am Terminmarkt Matif verloren seit Mitte Dezember je nach Termin zwischen 3,25 EUR/t und 5,75 EUR/t. Für die nächste Fälligkeit (Februar) wurden in Paris am 4.1. nur noch 204,50 EUR/t notiert, was einem neuen Saison-Tief entspricht. Der Aufpreis zum August 2005 beträgt lediglich 5,50 EUR/t. Eine Überlagerung in die neue Ernte bringt, unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten, also keinen Nutzen. In den aktuellen Geboten der Ölmühlen fällt die Preisdifferenz zwischen alt- und neuerntiger Saat mit lediglich 3 EUR/t sogar noch kleiner aus.

Die Lagerhalter sind daher so gut wie nicht zu Engagement zu bewegen. Lediglich Druckpartien werden offeriert. Diese unterzubringen fällt schwer und ohne Preiszugeständnisse läuft erst recht gar nichts.

Die größte Bewegung gibt es beim Abschluss von Vorverträgen für energie- und Non-Food-Raps. Denn hierfür müssen die Verträge, für die Prämie beantragt wird, bis spätestens 31.1.2005 bei der BLE vorliegen. Regional müssen noch bis zu 40 % der anstehenden Flächen unter vertrag genommen werden. Im Gegensatz zu den Vorjahren sind Landwirte allerdings kaum mehr zum Abschluss mit Festpreis bereit. Denn die Preisgebote sind auch für Nawaro-Raps deutlich zurück genommen worden auf verbreitet 185 bis 195 EUR/t ex ernte frei Lager.
Nach deutlichen Preiserhöhungen am Rapsmarkt sieht es derzeit jedoch nicht aus, eher noch nach weiterem Druck. Obwohl die Ölmühlen auf Volllast fahren, werden die Rapsbestände bis zur neuen Saison nicht abgetragen sein. Denn der starke Euro lässt keinen Drittlandexport zu.

Quelle: ZMP

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