• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Bund macht Gewinn mit „Bodenreform“-Flächenverkäufen
Pressemitteilung vom 16.01.2003


Die Privatisierung ehemals volkseigener Äcker, Wiesen und Wälder aus der Bodenreform-Enteignung 45/49 in Ostdeutschland hat dem Bund im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von rund 250 Millionen Euro gebracht. Wie die mit der Privatisierung beauftragte bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) vergangene Woche in Berlin mitteilte, sind 2002 rund 50.160 Hektar Acker- und Grünland sowie 53.000 Hektar Wald nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz verkauft worden. Weitere 17.000 Hektar land- und forstwirtschaftliche Flächen sowie 3.200 Hektar Flächen für Wohnungsbau und Infrastrukturvorhaben wurden zum Verkehrswert veräußert. BVVG-Chef Wolfgang Horstmann erwartet, die Ergebnisse bei der Privatisierung in diesem Jahr noch zu steigern, und rechnet mit rund 290 Millionen Euro Einnahmen. Seit dem 1. Juli 1992 hat die BVVG rund 211.000 Hektar Acker- und Grünland privatisiert. Das entspricht rund 20 Prozent des ursprünglichen landwirtschaftlichen Flächenbestandes von rund 1.070.000 Hektar. Außerdem wurden bislang 365.000 Hektar Wald verkauft – rund 60 Prozent des zu privatisierenden Bestandes. Dem Bund hat die BVVG damit bisher insgesamt knapp zwei Milliarden Euro Einnahmen eingebracht.

zurück