• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Riester Rente als Option auch für Landwirte
Pressemitteilung vom 01.11.2012


Die Riester Rente ist als zusätzliche Absicherung für das Alter angedacht. Mit ihrer Einführung sollten zunächst lediglich Arbeitnehmer die sinkende gesetzliche Rentenversicherung ausgleichen. Aber mittlerweile können auch Landwirte die Förderung nutzen. Voraussetzung ist jedoch, dass sie selbst pflichtversichert sind. Allerdings gibt es auch die eine andere Möglichkeit. Aber es ist Vorsicht geboten.

Mittelbarer oder unmittelbarer Anspruch
Diejenigen, die vom Gesetz her über die Alterssicherung pflichtversichert sind, zählen zum förderberechtigten Personenkreis der Riester Rente. Dieser Personenkreis zählt als mittelbar förderberechtigt. Als unmittelbar förderberechtigt zählen die Ehepartner von förderberechtigten Personen. Der Ehepartner hat dabei allerdings selbst ein Riester-Vertrag zu besitzen.

Funktionsweise
Sofern der Ehepartner selbst rentenversicherungspflichtige Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlt und zudem eine Riester Rente abgeschlossen hat, so kann der Ehepartner auch eine Riester Rente abschließen. Das Gesetz sieht bei dieser indirekten Regelung vor, dass ein sogenannter Mindestbeitrag in den Vorsorgevertrag gezahlt wird. Seit 2012 wurde dieser Beitrag auf 60 Euro im Jahr festgelegt. Anschließend haben die Anleger Anspruch auf die Zulagen der Riester Rente.

Probleme für Landwirte
Für Verwirrung sorgte in den vergangen Jahren die zuständige Zulagenstelle. So hatten etliche Landwirte bereits erhaltene Zulagen wieder an den Staat zurückzuzahlen. Der Grund war, dass die Betroffenen keine eigenen Beiträge in die Rentenkasse gezahlt haben. Es erfolgte kein automatischer Abgleich der Zulagenstelle. Es handelte sich um einen reinen Formfehler, der behoben werden musste. Die Folge war, dass die Zulagen nicht zurückgezahlt werden mussten.

Kritik
Anhand des oben beschriebenen Beispiels wird schnell klar, dass es noch immer viele Probleme in Bezug auf die Riester Rente gibt. Verantwortlich sind vor allem die bürokratischen und komplizierten Hürden und die Anbieter. Noch immer werden die Produkte beworben, die mit hohen Kosten verbunden sind. Diese Kosten verschlingen die staatlichen Zuschüsse nahezu und lassen am Nutzen Zweifel offen.

Zulagen der Riester Rente im Detail
Mit einem Riester-Vertrag erhalten Landwirte nun eine Kinderzulage, die zwischen 185 und 300 Euro im Jahr und je Kind beträgt. Hier wird beim Geburtsdatum des Kindes unterschieden. Für ein Kind, das vor dem 01.01.2008 geboren worden ist, erhalten die Sparer 185 Euro in jedem Jahr und für jedes Kind. Für später geborene Kinder beträgt die Kinderzulage 300 Euro. Hinzu kommt die jährliche Grundzulage in Höhe von 154 Euro.

Falsche Beratung kostet Rente
Bevor sich Landwirte tatsächlich für eine Riester Rente entscheiden, sollte das Angebot genau überprüft werden. Der Versicherer soll klar sagen was am Ende für eine „garantierte Auszahlung“ herauskommen wird. Auch die Kosten sollen eindeutig aufgeschlüsselt werden. Klassische Riester-Rentenversicherung sollte gemieden werden. Besser ist ein Fonds- oder ein Banksparplan.

Fazit
Klassische Riester Rente ist mit hohen Kosten verbunden
Kosten genau aufschlüsseln lassen
Die „garantierte Rente“ ist das entscheidende Kriterium

http://www.riester-rente.eu/880/2012/01/25/zulagenstelle-fordert-zuschusse-von-landwirten-zuruck/


zurück